Sandra bringt ihm das Frühstück und stellt fest, dass sich seine Stimmung verändert hat. Sie fragt, was los sei. Andreas weicht aus und bedankt sich für das Frühstück. Sandra verabschiedet sich, weil sie sich um die Senioren kümmern muss. Andreas trinkt einen Schluck Kaffee, beißt in ein Brötchen und verlässt das Zimmer.
Sandra wartet vor der Toilette der Seniorin Salzmüller bis diese fertig ist. Anschließend schiebt sie sie im Rollstuhl in den Speiseraum. Sandras Mutter bemerkt, dass der Senior Neumann fehlt. Sandra erklärt sich bereit nachzusehen. Sie klopft an Neumanns Tür, als sie keine Antwort erhält, öffnet sie die Tür mit einem Zentralschlüssel und sieht den Alten munter dirigierend in seinem Sessel sitzen. Als er sie bemerkt, nimmt er seinen Kopfhörer ab. Auf das Frühstück angesprochen, lästert er, wie so oft, über das Speiseangebot im Heim.
Der Vater treibt die Senioren mit drastischen Sprüchen an, ihr Frühstück zu beenden.
In der dem Heim angrenzenden Wohnung der Eltern weckt Sandra ihre jüngere Schwester Eve, damit sie für ihr Examen lernt. Dann begibt sie sich in ihr eigenes Zimmer, um sich umzuziehen. Sie startet ihren alten Golf und beeilt sich, um ihren Buchladen pünktlich zu öffnen. Allerdings erwartet sie dort außer dem – zugegeben außergewöhnlichem – Sortiment niemand. Es gibt allerdings wieder Mal einen Stapel Rechnungen. Ab und zu verirrt sich auch ein Kunde in den Laden, aber meist nur, um sich an einem der Bücher fest zu lesen, ohne es zu kaufen.
Sandra blickt immer wieder auf die Uhr. Schließlich greift sie zum Telefon und spricht auf eine Mailbox. Es sei schon spät. Wo Andreas denn bleibe? Sie wolle nicht wieder alleine die Wohnungsinserate durchsehen.
Obwohl Andreas einen Schlüssel in der Hand hält, klingelt er an der Tür der Villa. Sein Vater, Heinz Sassenfeld, öffnet ihm und will ihn umarmen. Andreas verweigert es. Der Vater führt ihn in sein Büro. Sassenfeld ist stark ergraut, wirkt mit seiner Bauarbeiterstatur aber noch sehr rüstig. Sassenfeld betont, dass er sich freue, Andreas zu sehen. Er beginnt über die verstorbene Mutter zu sprechen, aber Andreas möchte direkt zur Sache kommen. Sassenfeld besteht darauf, wenigstens einige Worte dazu sagen zu können. Da Andreas nicht reagiert, fährt der Vater fort und teilt ihm mit, dass er beweisen könne, dass die Mutter tablettenabhängig gewesen sei. Das habe Andreas ja nicht glauben wollen. Er habe Kopien aller Rezepte gefunden. Er greift zu einer Mappe und überreicht sie Andreas. Der wirkt dann bedrückt, weil er das wirklich nicht geglaubt hat. Er hat nach dem Tod der Mutter jedes Gespräch mit dem Vater verweigert.
Dann kommt der Vater auf den eigentlichen Grund des Gesprächs. Die Firma stehe kurz vor dem Ruin, da es in den letzten Jahren immer wieder unerklärliche Verluste von Baumaterialien gegeben habe. Aber jetzt gebe es eine letzte Chance, eine Investorengruppe würde einspringen, wenn sich die Firma als solides Familienunternehmen darstellen könne und dazu bräuchte es Andreas. Er fragt, ob Andreas bereit wäre, ihn zu einer Sitzung mit den Investoren zu begleiten. Andreas blickt noch einmal in die Mappe mit den Rezepten und erklärt sich dazu bereit.
Im Heim begrüßt Sandra die Senioren der Theatergruppe, die an dem Abend ziemlich missmutig wirken. Sie finden, dass Volkstheaterstück, das sie spielen sollen ihnen nicht entspricht. Sandra bricht die Proben ab und macht mit ihnen einige elementare Schauspielübungen. Am Ende fordert sie die Senioren auf, zum nächsten Treffen ihre eigenen Lieblingstexte oder –Stücke vorzutragen.
Andreas, bisher nur in Jeans und T-Shirt unterwegs, wirft sich für das Treffen in Schale. Er ist erstaunt, als er unter den Finanzberatern und Investoren Verena, eine ehemalige Mitschülerin, erkennt. Bei dem Treffen wird bekannt, dass es in der Baufirma finanzielle Unstimmigkeiten gegeben hat, für die Sassenfeld keine Erklärung hat. Die Firma kann nur unter zwei Bedingungen überleben: Einerseits muss die undichte Stelle gefunden werden und andererseits müssen dringend neue Aufträge her. Letzteres geht aber nur, wenn noch genügend Substanz da ist. Nach dem Treffen spricht Andreas Verena an, die ihn aufgrund seines vornehmen Outfits erst jetzt erkennt. In der Schulzeit war Andreas einer der aktivsten Mobber der überfleißigen Verena. Er führt das auf ein damaliges Hormondesaster zurück. Das Kompliment gefällt Verena und sie verabredet sich mit ihm.
Die Senioren proben in ihren Zimmern engagiert ihre Texte. Als Malzberg eine Mundartversion des Zerbrochenen Krugs rezitiert und dabei lauthals um Hilfe ruft, will Sandras Vater eingreifen, merkt dann, dass es sich um einen Theatertext handelt. Die Senioren bringen ihre persönlichen Lieblingsgedichte oder Theaterszenen ein. Es variiert zwischen Ibsen, Brecht bis hin zu Shakespeare, den Neumann vorträgt.